Gankaku

Gankaku (jap. 岩鶴, dt. Kranich auf dem Felsen) oder älter Chintō ist eine Kata, die unter dem Namen Gankaku im Shōtōkan-Stil gelehrt wird, während die Stile Shōrin-, Wadō- und Shitōryū die ursprüngliche Bezeichnung Chintō beibehalten haben. Der Name Gankaku wurde von Funakoshi Gichin aufgrund des in dieser Kata viermal vorkommenden Tsuru ashi dachi, einer Fußstellung, die einem Kranich ähnelt, der seine Flügel zur Verteidigung schlägt, gewählt. (Zusammengestellt aus: Wikipedia)

Die Kata wird von Luca Valdesi vorgeführt.

 

 

Gojushiho Dai

Die Gojūshiho Dai (jap. 五十四歩大, dt. 54 Schritte oder Bewegungen, große Form) ist wie die Gojushiho Sho eine Kata für fortgeschrittene Karatekas.

Die Dai-Form ist noch etwas anspruchsvoller als die kleine Variante, denn sie enthält neben den schon komplizierten Techniken der Shō weitere Techniken, wie zum Beispiel „Keito Uke“ und „Washide Otoshi Uchi“, die mit der offenen Hand ausgeführt werden und deswegen eine sehr große Spannung benötigen um ihre gesamte Wirkung zu entfalten. Bevor Funakoshi sie umbenannte, hieß sie Hotaku (dt. Spechtklopfen), da die Bewegungen den Klopfbewegungen eines Spechtes ähneln. Die Gojūshiho Dai belastet und trainiert mit dem Stand „Nekoashi dachi“ besonders das linke Bein. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Gojushiho Dai wird von Joel Carpin vorgeführt.


Gojushiho Sho

Die Gojūshiho Shō (jap. 五十四歩小, 54 Schritte oder Bewegungen, kleine Form) ist eine Kata, die erst nach langer Karatepraxis zu empfehlen ist.

Verschiedene Faktoren, wie die extreme Länge, die komplexen Abwehr- und Fußtechniken ergeben einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad. Sie ist außerdem sehr ästhetisch und daher eine beliebte Wettkampfkata. Die Gojūshiho Shō belastet und trainiert mit dem Stand Zenkutsu-Dachi besonders das rechte Bein. Bei den Gojushiho-Katas ist zu beachten, dass manchmal die Namen vertauscht werden und die Dai für die Sho und umgekehrt - gezeigt wird. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Gojushiho Sho wird von Luca Valdesi vorgeführt. 


Hangetsu

Hangetsu  (jap. 半月, Halbmond) ist eine Shotokan Kata, die aus 41 Einzeltechniken besteht.

Den Namen Hangetsu erhielt sie von  Funakoshi, der mit dem Namen auf die gleichnamige Stellung der Füße hinweist. Dabei werden die Füße circa 45 Grad nach innen gedreht und die Knie bei gleichzeitiger Innenpannung der Beinmuskulatur leicht nach innen gekippt. In dieser Schrittstellung Hangetsu-dachi (Halbmondstand) bewegt man sich vorwärts, in dem ein Fuß eine halbmondförmige Bewegung beschreibt. 

Neben dem Hangetsu-dachi liegt ein weiterer Schwerpunkt bei der Ausführung der Kata auf intensiver Atmung zur Schulung des Hara. Hangetsu ist eine eher untypische Kata der Stilrichtung Shōtōkan, die einige nicht so oft verwendete Techniken enthält, wie z.B. Tsukami-uke, Ippon-ken und Gedan-tsuki. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Kata wird von Efthimios Karamitsos vorgetragen.


Heian Godan

Heian Godan (jap. 平安五段) ist die fünfte und letzte Kata der Heian-Gruppe. In ihr vereinigen sich mehrere Grundprinzipien des Karate: Mizu nagare-gamae stellt ein bedeutendes Prinzip der Abwehrtechniken dar, wechselnde Abwehrformen zwischen Gedan, Jodan und Chudan. Durch die Vielfalt der Techniken lehrt diese Kata bereits einen umfangreichen Kampfstil. Gleichzeitig stellt ihre Ausführung auch hohe Ansprüche an Rhythmus und Timing. Die Kata kombiniert abwechselnd schnell aufeinander folgende Bewegungen mit schnell ausgeführten Techniken. Sie besteht aus 25 Bewegungen und soll in einer Zeit von ungefähr 50 Sekunden ausgeführt werden. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Kata wird von Kurihara Kazuaki vorgetragen.


Heian Nidan

Heian Nidan (jap. 平安二段, dt. Friede, zweite Stufe) ist die zweite der Heian-Katas. Sie enthält im Vergleich zur Heian Shodan Fußtritte wie Yoko-Geri Keage und Mae-Geri, die mit Handtechniken kombiniert werden. 

Ein zentrales Element dieser Kata ist der Wechsel zwischen verschiedenen Stellungen und Hüftpositionen: Es finden sich sehr häufige Wechsel zwischen Vorwärts- und Rückwärtsstellung (Zenkutsu dachi/Kōkutsu dachi). Die Hüfte wird hierbei gegenseitig eingesetzt, wodurch das Gyaku-Prinzip besonders trainiert wird. Durch den Hüfteinsatz sollen Techiken wie Gyaku-zuki oder Gyaku-uchi uke besonders stark gezeigt werden. (Zusammengestellt aus wikipedia)

Die Heian Nidan wird hier von Aragaki Misako vorgeführt.


Heian Sandan

Heian Sandan (jap. 平安三段) ist die dritte Form der Heian-Katas.

Ziel der Kata ist vor allem das Erlernen des Gebrauchs des vorderen Armes gegen Angriffe zum Körper, besonders die richtige Haltung des Ellenbogens immer etwa eine Faustbreite vom Oberkörper. Außerdem das Beherrschen des richtigen Standes im Kiba-Dachi und der Einsatz des Körpers (Tai Sabaki) beim gleichzeitigen Gleiten der Füße  (Yori-Ashi). Auch der Fumikomi-geri wird hier erstmals eingesetzt.

Die Heian Sandan beinhaltet einige Techniken für den Kampf in der nahen Distanz sowie ebenfalls schon Techniken der „klebenden Hände". Diese Aspekte kommen insbesondere im Bunkai der Kata zum Ausdruck. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Heian Sandan wird von Aragaki Misako vorgeführt:


Heian Shodan

Heian Shodan (jap. 平安初段), bestehend aus den Wortteilen Friede (平安) und anfängliche Stufe (初段) ist die erste Kata einer Reihe von insgesamt fünf Kata namens Heian. Auch gebräuchlich sind die Bedeutungen (innere) Ruhe, Gemütsruhe, Seelenfrieden oder friedlicher Geist.

Die Heian Shodan enthält die ersten Block- und Angriffstechniken der Arme und die zwei grundlegenden Schrittstellungen (Zenkutsu-dachi und Kokutsu-dachi), welche der Schüler im Fluss der Bewegung erlernen soll. Darüber hinaus soll geübt werden, eine Distanz duch einen Schritt zu überbrücken und Drehungen um die eigene Achse auszuführen. Dies fördert das Gleichgewichtsgefühl und die Fähigkeit, in alle Richtungen kämpfen zu können. Die Hüfte wird dabei gradlinig geführt. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Heian Shodan wird von Aragaki Misako vorgeführt.


Heian Yondan

Die Heian Yondan (jap. 平安四段) ist die vierte Kata der Heian-Gruppe im Shotokan-Karate. Wahrscheinlich wurde sie aus der Kushanku entwickelt. Sie besteht aus 27 Bewegungen, die in einer Zeit von ungefähr 50 Sekunden ausgeführt werden sollen. 

Ihr Ablauf ist durch das Studium der doppelten Abwehrformen und den Gebrauch von Fußtechniken durch eine große Dynamik gekennzeichnet. Darüber hinaus wird das Gleichgewicht durch Bewegungen geschult, bei denen das Gewicht auf einem Bein liegt. In der Heian Yondan werden besonders Doppelblöcke wie Morote-Heisho-Uke, Jiyu-Uke, Morote-Uchi-Uke und Kakewake-Uke geübt. Als neue Fußstellung wird der Kosa-Dachi eingeführt. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Kata wird von Paul James vorgetragen.


Jiin

Jiin oder auch Ji´in (jap. 慈蔭 dt. „Liebe und Schatten") ist verwandt mit den Katas Jion und Jitte.

Wie Jion und Jitte, so beginnt auch Jiin mit einer besonderen Kamae-Stellung, bei der die rechte Faust auf Brusthöhe in der Handfläche der linken Hand liegt und von dieser umschlossen wird. Durch diese Haltung (Ming Kamae) wird der Ursprung der Kata deutlich, der bereits in den chinesischen Kampfkünsten liegt.

Die Shuto-Uchi Techniken im Kiba-Dachi erfordern eine gute Rumpfmuskulatur. Besonders anspruchsvoll ist der richtige Hüfteinsatz beim Kosa-Uke, der nicht nur als Oberkörperbewegung mit den Armen ausgeführt werden sollte. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Kata wird von Efthimios Karamitsos vorgeführt.


Jion

Der Name der Kata Jion (jap. 慈恩) bedeutet „Liebe und Güte". Sie wird zur selben Gruppe wie Jiin und Jitte gezählt.

Diese typische Shōtōkan-Kata hat Meister Gusukuma als Schöpfer. Sie ist eine der höheren Grundkata von mittlerer Schwierigkeit, muss zum 1. Dan beherrscht werden und besteht aus 46 Bewegungen. Die Anfangsstellung (Kamae) entspricht dem Gruß der Mönche im Shaolin-Kloster. Typische Techniken sind Yori Ashi und Drehung (Manji uke) mit Folgeabwehr in oberer, mittlerer und unterer Stufe. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Kata Jion wird von Efthimios Karamitsos vorgeführt.


Jitte

Die Kata Jitte (jap. 十手, dt. „zehn Hände") beinhaltet 26 Bewegungen, die fast nur aus Abwehrtechniken bestehen. Besonderer Wert sollte auf die Koordination zwischen Arm- und Hüftbewegungen sowie auf die richtige Spannung der seitlichen Rumpfmuskeln gelegt werden, über die die Verbindung zwischen Technik und Hara hergestellt wird. Wichtig: der Suri Ashi beim letzten Age Uke wird häufig vergessen.

In Japan wurde die Kata Jutte genannte, weil man glaubte, das wer die Kata vollendet beherrschte, es mit zehn Männern aufnehmen konnte. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Wir sehen hier ein Kata Team im Rahmen der "6th All Shotokan Karate 2012 Russia Championship in Moscow"


Kanku Dai

In den 1930er-Jahren änderte Gichin Funakoshi den ursprünglichen Namen der Kata Kūsankū in Kankū. Kankū (jap. 観空) bedeutet übersetzt „in den Himmel schauen". Im Shōtōkan-Stil werden zwei Varianten der Kankū geübt: Die Kankū Dai und die Kankū Shō. Das Suffix dai bedeutet „groß", während shō „klein" bedeutet.

Für Funakoshi war die Kankū Dai die universale Kata des Shōtōkan, die alle Elemente in sich vereinte. Viele Sequenzen, die in den Heian-Katas geübt werden, finden sich in der Kankū Dai wieder. Sie besteht aus 65 Techniken und ist die längste Shotokan-Kata. (Zusammengestellt aus Wikipedia)

Die Kata wird von Efthimios Karamitsos vorgetragen.


Kanku Sho

Ergänzend zu den Erläuterungen im Rahmen der Kanku Dai sei bemerkt, dass die Kanku Sho eine eher athletische Kata für Fortgeschrittene ist. Sie besteht aus 39 Bewegungen und enthält als einzige Kata 3 Sprünge. (Der 3. Sprung ist der Wechselsprung in Gedan Shuto Uke)

Die Kata wird von Efthimios Karamitsos vorgeführt.